Kreditkarte
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Ein gutes Girokonto bietet neben einer EC- auch eine Kreditkarte. Fast immer handelt es sich um eine Karte von MasterCard oder Visa. Beide Kartengesellschaften bieten weltweit mehr als 20 Millionen Akzeptanzstellen. Kreditkarten ermöglichen deshalb weltweites bargeldloses Zahlen sowie Barverfügungen am Automat oder Bankschalter.
Sie kommen in bunten Farben, mit verschiedenen Abrechnungsmodellen und Zusatzleistungen. Wissen was hinter der Karte steckt, rettet Sie vor bösen Überraschungen.
Kreditkarten, die in Verbindung mit Girokonten ausgestellt werden, unterscheiden sich im Hinblick auf ihr Abrechnungsmodell. Visa und MasterCard sind lediglich für die Abwicklung der Transaktionen zuständig. Die Kontoführung erfolgt über die Bank, bei der das Konto geführt und die Karte beantragt wurde. Diese legt auch fest, was mit der Kreditkarte geht und was nicht.
Kreditkarten können in vier Abrechnungsvarianten unterteilt werden: Neben klassischen Charge-Cards haben sich auf dem deutschen Markt auch Debitkarten, Revolving Cards und Prepaid-Karten etabliert. Es lohnt sich, die Unterschiede zu kennen.
Nicht jede Kreditkarte bietet auch einen Kredit
Die klassische und noch immer am weitesten verbreitete Kreditkarte ist die Charge-Card. Bei diesem Modell werden die Umsätze gesammelt und einmal monatlich in Rechnung gestellt. Es existiert ein eigenes Kreditkartenkonto, das z.B. als Unterkonto des Girokontos geführt wird. Karteninhaber erhalten eine Kartenabrechnung. Die Charge-Card bietet durch die verzögere Rechnungsstellung ein zinsfreies Zahlungsziel.
Je nach Bank beträgt es maximal 30 bis ca. 50 Tage. Bei einigen Banken gilt das zinsfreie Zahlungsziel allerdings nicht für Barverfügungen am Geldautomaten. Diese werden entweder sofort dem angeschlossenen Konto belastet oder vom Tag der Abhebung an verzinst.
Deutlich mehr Freiräume bieten Kreditkarten mit revolvierendem Kreditrahmen (Revolving Cards). Dabei handelt es sich um Charge-Cards mit zusätzlicher, integrierter Kreditfunktion. Die Umsätze werden gesammelt und monatlich in Rechnung gestellt. Wird die Kartenrechnung innerhalb der gesetzten Frist vollständig beglichen, fallen keine Zinsen an, wie es auch bei der Charge-Card der Fall ist. Karteninhaber können auf Wunsch jedoch nur einen Bruchteil der Kartenrechnung zahlen. Je nach Bank müssen monatlich 1,5 bis 10 Prozent des jeweils offenen Saldos bezahlt werden. Wird die Kreditfunktion in Anspruch genommen, fallen dafür Zinsen an, die in der jeweiligen Folgerechnung als Kartenumsatz ausgewiesen werden.
Bonitätsprüfung auch bei Prepaid Kreditkarten
Sehr häufig in Verbindung mit Girokonten sind auch Debitkarten. Dabei handelt es sich um einfache Zahlungskarten. Die Umsätze werden dem Girokonto umgehend belastet und ein zinsfreies Zahlungsziel existiert nicht. Oft erhalten Karteninhaber keine separate Kartenrechnung, sondern können die getätigten Umsätze ebenso wie Umsätze mit ihrer EC/Maestro-Card auf dem Kontoauszug verfolgen.
In den vergangenen Jahren haben sich zusätzlich Prepaid Kreditkarten auf dem Markt etabliert. In Verbindung mit einem Girokonto als Verrechnungskonto werden sie aber nach wie vor selten verkauft. Mit Prepaid Kreditkarten kann nur bezahlt werden, wenn sich auf dem Konto genügend Guthaben befindet. Der Verfügungsrahmen wird bei jeder Zahlung in Echtzeit geprüft – Überziehungen sind nicht möglich.
Unter den wenigen Prepaid Kreditkarten, die mit einem Girokonto zusammen angeboten werden, sind nicht alle ohne Bonitätsprüfung erhältlich, wie es bei Karten auf Guthabenbasis ohne Konto oft der Fall ist.
Häufige Fragen
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